Georg Schulz – Landerwerb
Georg Schulz fehlten Ländereien für die Gewinnung von Heu, Korn und Stroh aber auch für Steck- und Futterrüben. Und das nicht nur für die Färse und ihr Kalb, das später als Kuh den Namen „Freia“ erhielt, sondern auch für die Mast eines Schweines und die Fütterung der Hühner.
Wahrscheinlich hat Georg das Futter zunächst von anderen Landwirten in Ellingstedt gekauft oder abgearbeitet. In den Sommermonaten hütete Karins Opa die Kuh „Vera“ und später auch „Freia“ einige Jahre an der Landstraße.
Vorhandene Unterlagen belegen, dass Georg Schulz von einem Ellingstedter Besitzer am 27. Mai 1957 ein in Südermoor gelegenes Flurstück mit einer Größe von 0,79 ha gekauft hat. Zeitnah kaufte er zwei daneben liegende Flurstücke, so dass er eine zusammenhängende Gesamtfläche von etwas mehr als 2 ha besaß.
Der Vorteil dieser Flächen war ihre nahe Lage zum Hausgrundstück. Ihr Nachteil bestand jedoch darin, dass das Ödland noch kultiviert werden musste, wie aus dem vorliegenden Kaufvertrag in § 6 zu entnehmen ist: Das verkaufte Land ist Ödland und kann von der Hofstelle des Veräußerers aus nicht bewirtschaftet werden. Der Erwerber hat eine Nebenerwerbssiedlung. Durch Erhöhung seines Viehbestandes um eine Kuh benötigt er dringend mehr Land. Er beabsichtigt, die erworbene Ödland-Parzelle zu kultivieren.
Später erwarb Georg in der Flur Gräbenkuhl (Reitfenne) ein 1,3 ha großes Flurstück Grünland und pachtete für einige Jahre in der Flur Alckebrügg ein 0,7 ha großes Flurstück Ackerland.
2025 - Günter Pieper